Verlag: kbv Verlag
Seiten: 248
Erscheinungsdatum:
ISBN: 9783954412365
Preis: 9,95 €
über die Autorin:
Regine Kölpin wurde 1964 in Oberhausen geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Friesland. Sie leitet Schreibwerkstätten, inszeniert historische Stadtführungen mit Lesungen an Originalschauplätzen und hat schon diverse Romane veröffentlicht.
Inhalt (von der Verlagsseite):
Ein belegtes Brot für die Obdachlose Frieda, das gehört für die Oldenburger Studentin Paula zum täglichen Ritual. Doch eines Tages liegen nur noch ein verlassener Wollmantel und eine schäbige Isomatte an der Haltestelle Marschweg. Ein unbestimmtes Gefühl sagt Paula, dass Frieda nicht freiwillig verschwunden ist. Kurz darauf wird ganz in der Nähe ein anderer Obdachloser brutal zusammengeschlagen. Etwas geschieht auf den Straßen der Stadt. Jemand hat die Gestrauchelten ins Visier genommen, die dort ihr Schattendasein fristen.
Als Paula sich auf die Suche nach Frieda macht, bekommt sie plötzlich Drohbriefe. Jemand beschattet sie. Paula fühlt sich verfolgt. Nach einem weiteren Anschlag auf die Obdachlosen werden der Polizei Beweisstücke zugeschoben, die ausgerechnet auf Paula als Täterin hindeuten.
Wer will ihr da etwas anhängen? Hat die undurchsichtige Clique ihres Freundes Piet etwas damit zu tun? Warum verhält sich ihre Mitbewohnerin mit einem Mal so eigenartig? Paula weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann, sie spürt nur, dass sich die Schlinge um sie herum immer mehr zuzieht …
Meine Meinung:
Eine Obdachlose die plötzlich
verschwunden ist, eine merkwürdige Mitbewohnerin, ein Freund der
lügt und eine beste Freundin, die sich für den Mittelpunkt des
Universums hält – ganz schön viele Baustellen. Warum beschäftigt
sich Paula plötzlich mit so vielen Dingen, die sie doch bis dahin
weit von sich gehalten hat um sich auf ihr Studium zu konzentrieren?
Eine Frage auf die ich bis zum Schluss keine zufriedenstellende
Antwort bekommen habe.
Die Geschichte wird in der Ich-Form
erzählt, so dass man einen Blick in die Gedanken und Gefühle der
Protagonistin und zum Teil auch von Frieda bekommt. Allerdings muss
ich sagen, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl der Bedrohung so
deutlich spüren konnte, wie ich das bei einem Thriller erwarte. Die
Geschichte war zwar spannend und hinter allem was passierte war
irgendwann ein Sinn zu erkennen, auch aus der Hand legen wollte ich
sie nur ungern, aber das gewisse Etwas hat mir leider gefehlt. An
manchen Stellen konnte ich das Verhalten der Personen nicht
nachvollziehen, was ich schade fand.
Positiv fand ich die Schilderung, wie
Friedas Leben und das der anderen auf der Straße abläuft, es wurde
sehr neutral dargestellt, keine Schönfärberei aber auch keine
Verurteilung dieser Art zu leben. Auch der Schreibstil war flüssig
und gut lesbar.
Insgesamt fand ich die Geschichte zwar
unterhaltsam aber leider ohne Gänsehaut.
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