Dienstag, 22. März 2016

(Rezension) Erik Axl Sund - Die Victoria-Bergmann-Trilogie

Genre: Thriller
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum:
Krähenmädchen - 21. Juli 2014
Narbenkind - 15. September 2014
Schattenschrei -  17. November 2014
Seiten: 459 - 498 - 444
ISBN:
Bd.1 : 978-3-442-48117-0

Bd.2 : 978-3-442-48118-7
Bd.3 : 978-3-442-48119-4
Preis: je 12,99 €

Inhalt:

Bd.1
Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche ... Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?

Bd.2 
Jeanette Kihlbergs Ermittlungen in einer Mordserie an Jungen in Stockholm werden vorübergehend auf Eis gelegt, als ein ranghoher Geschäftsmann auf bestialische Weise getötet wird. Man geht von einem Racheakt aus – doch Rache wofür? Psychologin Sofia Zetterlund soll ein Täterprofil erstellen, aber dann geschehen weitere Morde. Und diese scheinen in Verbindung mit Victoria Bergman zu stehen. Während die Ermittlungen nach Dänemark führen, hat Sofia immer häufiger Bewusstseinsstörungen ...

Bd.3
 Endlich zeigen sich mehr und mehr Erfolge in den Ermittlungen der Kommissarin Jeanette Kihlberg. Sie glaubt, zwei Frauen als Mörderinnen identifiziert zu haben. Aber damit sind die Verbrechen noch nicht aufgeklärt ... Und auch, was die unauffindbare Victoria Bergman mit den Morden zu tun hat, ist noch unklar. Derweil wird für Psychologin Sofia die Zusammenarbeit mit Jeanette immer schwieriger, weil sie dabei ihrem eigenen, persönlichen Kern immer näher kommt. Und das führt sie geradewegs in die Hölle.

Meine Meinung:

Ich hatte im Vorfeld schon so viel über diese Trilogie gelesen, dementsprechend habe ich mich gefreut als ich alle drei Bände auf einmal geschenkt bekommen habe.

Bei Band 1(Narbenkind)  fiel es mir zunächst schwer in die Geschichte einzusteigen. Die Abschnitte mit Jeanette und Sofia waren nicht das Problem, jedoch die Zwischenkapitel mit den ständig wechselnden Charakteren waren anfangs verwirrend. Außerdem machte das alles auf mich den Eindruck eines zusammenhanglosen Durcheinanders bei dem lange Zeit für mich keinen Logik erkennbar war. Ehrlich gesagt war ich kurz davor, das Buch abzubrechen, aber die vielen guten Kritiken hingen mir im Kopf, deshalb las ich weiter. Erst nach über 300 Seiten fing es an für mich Sinn zu ergeben und es kam auch etwas Spannung auf - was jedoch reichlich spät war.
    

Der Einstieg in Band 2 (Krähenmädchen) fiel mir leichter weil ich mich inzwischen an die kurzen Kapitel und die Sprünge zwischen den Charakteren gewöhnt hatte. Doch auch dieser Band las sich eher schleppend. Die psychischen Abgründe, die ein wenig beleuchtet wurden, fand ich jedoch immer faszinierender, weil sie ebenso unvorstellbar wie unerklärlich erscheinen.Ebenso wie im ersten Band schien es nicht recht voranzugehen, wobei ich mir im Nachhinein vorstellen kann, dass dies ein Mittel zur Darstellung der nur schleppend vorangehenden Ermittlungen sein könnte - wobei es für mich als Leser, der unterhalten werden möchte, das Buch eher langweilig macht.
   


Im Abschlussband (Schattenschrei) war ich sofort in der Geschichte. Immer mehr Unklarheiten lösten sich auf und so langsam war ich in der Lage, die einzelnen Puzzleteile der Ermittlungen zu einem Bild zusammenzusetzen. Dabei musste ich jedoch feststellen, dass ich eine halbe Ewigkeit in die Irre geführt wurde was die Identität des Täters angeht. Es ist okay wenn ich anfangs auf der falschen Fährte bin, hier fühlte ich mich jedoch auf gut Deutsch gesagt ein wenig verarscht. Der wahre Täter tauchte ein wenig wie Phoenix aus der Asche auf, was mir sehr konstruiert erschien. Am Ende waren zwar alle Todesfälle geklärt, das Ende an sich jedoch kam mir sehr abgehakt vor nachdem sich vorher alles so detailreich hingezogen hatte.
    

Fazit:
Insgesamt war ich von dieser Trilogie eher enttäuscht als begeistert. Die Geschichte wirkte stellenweise aufgeblasen und undurchsichtig, an manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Inhalt erhofft und auch Spannung war, trotz der Bezeichnung "Thriller", aus meiner Sicht nicht ausreichend vorhanden. Ich würde die Trilogie zwar nicht weiterempfehlen, aber davon abraten würde ich auch nicht.

(Rezension) Susane Colasanti - Take me there

http://www.arena-verlag.de/artikel/take-me-there-978-3-401-50287-8

Genre: Jugendbuch
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum:
Seiten: 328
ISBN: 978-3-401-50287-8
Preis: 6,00 €
Altersempfehlung: ab 12 Jahre

über die Autorin:

Susane Colasanti hat früher an einer High School in New York Physik und Geologie unterrichtet. Inzwischen arbeitet sie hauptberuflich als Autorin.



Inhalt:

Rhiannons Leben könnte kaum ätzender sein, nachdem Steve sie verlassen hat. Aber das Schlimmste ist: Sie will ihn zurück! Nicole kann sich auf keine neue Beziehung einlassen, weil ihr Exfreund noch immer in ihrem Kopf herumspukt. Und James heimlicher Schwarm scheint offensichtlich kein Interesse an ihm zu haben. Doch am Ende finden die drei die Liebe, auf die sie so lange gewartet haben.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch gekauft weil das Cover nach Sommer und Jugend aussieht und weil der Klappentext mir eine kurzweilige Geschichte versprach.

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Rhiannon, James und Nicole geschrieben, wodurch sich manches überschneidet, was jedoch nicht schlimm ist weil es nicht überhand nimmt. Die Perspektivwechsel sind gut gemacht, so dass man nicht den Faden der Geschichte verliert sondern nahtlos vorankommt und dabei etwas über das Innenleben der drei Protagonisten erfährt.

 Das Buch ist recht lebensnah und beschreibt auf angenehm unspektakuläre Art die Probleme die das Teenagerdasein so mit sich bringt, vor allem wenn es um Liebe geht.

     

(Rezension) Christina Lauren - Beautiful Bastard

http://www.mira-taschenbuch.de/gesamtprogramm/liebe/beautiful-bastard/

Genre: Erotik/ Liebe
Verlag: Mira Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 20. November 2014
Seiten: 304
ISBN:  978-3-95649-054-5
Preis: 8,99 €


über die Autoren:

Das Autorinnenduo Christina Hobbs und Lauren Billings steckt hinter dem Namen Christina Lauren. Sie schreiben seit 2009 zusammen.



Inhalt:

Chloe Mills weiß, was sie will. Doch auf dem Weg zum Traumjob stellt sich ihr ein Problem in den Weg: ihr Boss Bennett Ryan. Perfektionistisch, arrogant – und absolut unwiderstehlich. Ein verführerischer Mistkerl!

Bennett Ryan weiß, was er will. Und dazu gehört garantiert keine Affäre mit seiner sexy Praktikantin, die ihn mit ihrem unschuldigen Lächeln in den Wahnsinn treibt. Trotzdem kann er Chloe einfach nicht widerstehen. Er muss sie haben. Überall im Büro.

Gemeinsam verfangen sie sich in einem Netz aus Lust, Gier und Obsession …

Meine Meinung:

Obwohl sich ihr Boss ihr gegenüber furchtbar benimmt, fühlt sich Chloe von ihm angezogen. Natürlich haben sie irgendwann fantastischen Sex und es stellt sich heraus, dass Bennett sich nur deshalb so arrogant verhält weil er in sie verliebt ist und das innerhalb der Firma nicht gutaussehen würde wenn es rauskäme.

Dieser Plot zieht eigentlich immer, wenn die Autoren es schaffen, daraus eine mitreißende Geschichte zu machen. Hier ist es gelungen, auch wenn gefühlt mehr Sex als sonstige Handlung vorhanden ist. Wenn man erstmal angefangen hat zu lesen, ist es kaum möglich, das Buch auch nur für einen Moment zur Seite zu legen - man muss es einfach bis zum Ende lesen.

Natürlich gibt es ein Happy End nachdem die obligatorischen Probleme aus dem Weg geräumt sind, so dass man als Leser das Buch mit einem guten Gefühl zuklappt.

Vier Sterne für gute Unterhaltung.

       

Samstag, 12. März 2016

(Aktion) Buch Safari #18

 Bei der Aktion von Anja geht es um unsere SuBs und Wunschlisten. Jeden Samstag stellt sie drei Fragen, wobei die 2. Frage immer gleich bleibt.

1. Nenne ein Buch in einer anderen Sprache

Da ich in der Nähe der Niederlande wohne (5km bis zur Grenze) und ich die Sprache halbwegs verstehe (so lange mein Gesprächspartner nicht zu schnell redet und keinen Dialekt hat) war ich mal so mutig, mir ein Buch auf Niederländisch zu kaufen.

Nicky Huisman & Leonie Verbeek - AuPairanoia

Milou van Someren is getrouwd met Paul, die directeur is van een IT-bedrijf. Met vier kinderen, een hond én een au pair wonen ze sinds een paar jaar in het Gooi. Hun dagelijks leven is vaak chaotisch en druk, maar wel gezellig. Milou werkt als freelancefotograaf en heeft haar handen vol aan dochter Tessa van vijf, kleine Pien van drie en de tweeling Bram en Timo van twee jaar. De hulp van een au pair moet uitkomst bieden, maar door uiteenlopende omstandigheden is het dit jaar een komen en gaan van meisjes: de Filippijnse Ruella, haar opvolgster Cindy, de Griekse Monica met haar knalroze geverfde haren, en de Tsjechische Jana, die bij aankomst in het Gooi denkt dat het hele dorp is uitgelopen om haar te verwelkomen. Met een au pair in huis verveel je je geen seconde...


2. SuB: Warum ist dieses Buch noch ungelesen?
     WuLi: Warum musst du dieses Buch unbedingt haben?

Zeitmangel, wie bei so ziemlich allen meiner ungelesenen Bücher.

3. Führst du eine Leseliste oder suchst du dir spontan ein Buch aus, welches du als nächstes lesen möchtest? 

Ich habe es mal mit einer Leseliste versucht, aber ich hasse es, Bücher nach Vorschrift zu lesen, deshalb habe ich das schnell wieder abgeschafft und lese Bücher wieder so, wie ich Lust habe. Seit ich an Challenges teilnehme, achte ich jedoch ein wenig darauf, dass ich mit dem Buch die eine oder andere Aufgabe erfüllen kann :)

Freitag, 4. März 2016

(Rezension) Cathryn Constable - Wo Schneeflocken glitzern

https://www.carlsen.de/epub/wo-schneeflocken-glitzern/23532

Genre: Jugendbuch
Verlag: Chicken House
Erscheinungsdatum:
Seiten: 336
ISBN: 978-3-646-92462-6
Preis:11,99 €
Altersempfehlung: ab 11 Jahre

über die Autorin:

Cathryn Constable hat an der Cambridge University unterrichtet bevor sie als Journalistin für unterschiedliche Zeitungen gearbeitet hat. Sie lebt mit ihrer Familie in London. "Wo Schneeflocken glitzern" ist ihr Debüt.


Inhalt:

Sophie ist überglücklich. Ihre Internatsklasse macht einen Schulausflug nach Russland. Dafür fälscht sie sogar die Unterschrift ihres Vormunds. Endlich wird sie das Land sehen, von dem sie schon ihr Leben lang träumt! Als aber ihre russische Betreuerin plötzlich aus dem Zug verschwindet, sind Sophie und ihre beiden Freundinnen auf sich allein gestellt, inmitten einer einsamen, tief verschneiten Winterlandschaft und ohne Verbindung zur Außenwelt. Doch Prinzessin Volkonskaja nimmt sie in ihrem Palast auf. Auch wenn Sophie rätselhaft ist, wieso sie die Mädchen bereits erwartet hat …

Meine Meinung:

Das Cover gefällt mir gut. Durch die Farbauswahl (weiß/graublau) mit den Schneeflocken und den Leuchtpunkten wirkt es geheimnisvoll und märchenhaft - so passt es auch gut zur Inhaltsangabe.

Das Buch ist in recht einfacher Sprache geschrieben und so leicht zu lesen. Die Idee für die Geschichte hat mich überzeugt, die Umsetzung jedoch weniger. Der erste Teil des Buches wirkt langgezogen und ich hatte nicht so recht eine Idee, wo das hinführen soll, so dass ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. Als die Reise beginnt, nimmt die Geschichte jedoch ein wenig Fahrt auf. Allerdings wirkten die Ereignisse auf mich jedoch sehr konstruiert und unrealistisch, außerdem werden Sophie und ihre Freundinnen sehr oberflächlich dargestellt.

Die Geschichte konnte mich nicht so recht in ihren Bann ziehen. Sie war hölzern und hat mich trotz der emotionalen Vergangenheit, die dahinter steckt, nicht wirklich berührt. Schade.

  

Dienstag, 1. März 2016

(Fazit) Der Februar in Büchern

Mit dem Februar bin ich soweit ganz zufrieden, auch wenn es ein paar  Bücher mehr hätten sein können.

Gelesene Bücher: 10  (davon 3 aus der Bücherei) 
1. Tara Riedmann - Schnee sei dank (251 Seiten)
2. Anna McPartlin - Sowas wie Liebe (480 Seiten)
3. Huntley Fitzpatrick - Mein Sommer nebenan (505 Seiten)
4. Sophie Kinsella - Göttin in Gummistiefeln (447 Seiten)
5. Phoebe Ann Miller - Auf die andere Art (347 Seiten)
6. Holly-Jane Rahlens - Mauerblümchen (151 Seiten)
7. Alex Shearer - Zweite Halbzeit (480 Seiten)
8. Chiara Gamberale - Das 10-Minuten-Projekt (205 Seiten)
9.  Brigitte Blobel - Heart Crash (260 Seiten)
10. Rainbow Rowell - Eleanor & Park (360 Seiten)

Das macht insgesamt 3486 Seiten (120 Seiten pro Tag)

Neue Bücher: 2
1. Leisa Rayven - Wohin du auch gehst
2. Leisa Rayven - Ich werde bei dir sein

(Rezension) Rainbow Rowell - Eleanor & Park

http://www.hanser-literaturverlage.de/buch/eleanor-und-park/978-3-446-24740-6/

Genre: Jugenbuch
Verlag: Hanser
Erscheinungsdatum:
Seiten:
ISBN:
Preis:
Altersempfehlung:

über die Autorin:
Rainbow Rowell studierte Journalismus und arbeitete mehrere Jahre als Kolumnistin beim Omaha World-Herald. Eleanor & Park ist ihr erster Jugendroman. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Nebraska.



Klappentext:

Eleanor & Park verlieben sich, wie man es nur einmal tut. Mit 16. Wenn man nichts und alles zu verlieren hat.

"Eleanors Hand zu halten war, als würde man einen Schmetterling halten. Oder einen Herzschlag. Als würde man etwas Vollkommenes und vollkommen Lebendiges halten. Sobald er sie berührte, fragte er sich, wie er es so lange ohne das ausgehalten hatte. Er fuhr mit dem Daumen über ihre Handfläche die Finger hoch und spürte jeden ihrer Atemzüge."

Meine Meinung:

Das Cover ist schlicht gestaltet und lässt den Leser nicht mal ansatzweise ahnen, was für ein Juwel sich hinter den Buchdeckeln verbirgt.

Nachdem ich schon so viel über dieses Buch gehört hatte, war ich recht skeptisch ob es wirklich so toll sein würde wie die meisten behaupten.
Ja, das war es. Auch wenn ich es bevorzugt hätte nicht als erstes zu erfahren wie es endet.

Die Geschichte spielt in den 1980er Jahren, wo man mit 16 noch nicht ständig am Smartphone hing und man jemanden mit einer selbst aufgenommenen Musikkassette glücklich machen konnte. Gerade das macht dieses Buch noch authentischer.

Eleanor und Park nähern sich ganz vorsichtig aneinander an und die Autorin schafft es, dass man als Leser genau das fühlt, was die beiden fühlen ohne dass sie dafür diese Gefühle benennen muss. Man spürt Eleanors Verzweiflung wegen ihrer Situation ebenso wie Parks Hilflosigkeit weil er ihr nicht helfen kann. Manchmal möchte man Eleanor schütteln und ihr zurufen "mach die Augen auf und kapier endlich, dass Park es ernst meint". So schwer es auch ist mitzuerleben wie sich alles auf das (dem Leser ja von vornherein bekannte) Ende zubewegt, objektiv betrachtet ist es das stimmigste Ende, das diese Geschichte haben kann.

Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte bevor ich nicht am Ende angekommen war. Ich kann es nur weiterempfehlen.

             
♥ Lieblingsbuch ♥